Gujarat

Die Halbinsel Gujarat war bisher vom Tourismus noch weitgehend verschont und wird jetzt erst so langsam entdeckt. Es sind hier keine Taj Mahals zu finden, aber eine Vielzahl recht interessanter Sehenswürdigkeiten. Erst so richtig bekannt wurde Gujarat durch das Erdbeben am 27. Januar 2001, das vorwiegend die Gegend um Bhuj, aber auch Ahmedabad stark getroffen hat.

  Die Gegend um Bhuj wird Kutch genannt und ist während der Regenzeit inselähnlich vom Runn of Kutch eingeschlossen. In der trockenen Jahreszeit bildet der Run of Kutch eine Wüste. In dieser Gegend findet man viele traditionelle Dörfer und Stämme mit Ihren unterschiedlichen Trachten und Kunsthandwerk.

  In Gujarat befindet sich Porbandar, der Geburtsort Ghandis, der in Rajkot zur Schule ging. In Ahmedabad gründete Ghandi seinen ersten Ashram. Die asketischen Regeln Ghandis sind im Staat Gujarat tief verankert, es herrscht herrscht Prohibition (Alkoholverbot) und ein Restaurant in dem es Fleisch oder Fisch zu essen gibt, ist selten.

  Besucht habe ich die Orte Junagadh, Dwarka, Bhuj und Mandvi, interessant sind sicher noch die Stadt Jamnagar und die Tempel von Somnath als auch der Palitana-Tempel. Es gibt auch noch ein Löwen-Wildlife-Sanctuary nahe Diu und den Run of Kutch mit seinen Wildeseln. In der Kutch-Region kann man Ausgrabungsstätten der Indus-Zivilisation finden.

  Gujarat ist besonders für Reisende, die gerne abseits des Touristenstromes reisen und das Indien, wie es vielleicht früher einmal war, kennenlernen wollen, das Richtige. Um ein paar Tage an der Beach zu verbringen, kann man nach Mandvi oder Diu fahren.