Amritsar, Sikhs - Reise 2000/01 - http://www.IndienErlebnis.de/

Religionsführer des Sikhismus

Dem Gründer der Religion, Guru Nanak, folgten 9 weitere Religionsführer. Der letzte lebende Guru, erklärte das Heilige Buch der Sikh`s, das "Adi Granth", zum ewigen Guru. Aus dem Buch wird jeden Tag im goldenen Tempel vorgelesen.
Fertiggestellt wurde das Buch vom fünften Guru und ersetzt nun sozusagen den Papst.
Das Bild ist leider nicht gut, aber es zeigt die zehn Gurus über dem Goldenen Tempel in Amritsar.

 

10 Gurus

Grundmerkmale der Lehre der Sikhs:

Das Wort Sikh bedeutet soviel wie immerwährendes Lernen. Ziel des Lebens ist die Vereinigung mit Gott. Es werden im Sikhismus keine Symbole angebetet und es ist eine monotheistische Religion.
Sikhs müssen weder Pilgern noch verbesseren sie Ihre "Stellung" durch formelle Rituale (wie Pujas durch Brahmanen im Hinduismus), Askese oder Mönchstum.

Religion liegt nicht im geflickten Gewand des Yogi,
Noch in dem, was er mit sich trägt,
Noch in der Asche auf seinem Körper.
Religion liegt nicht in den Ohrringen,
Noch in seinem geschorenen Haupt,
Noch im Ertönen der Muschelschale.
Um den wahren Weg der Religion zu gehen,
Mußt rein du in der weltlichen Unreinheit stehen.
(Suhi)

Ein Sikhs darf weder Rauchen noch Alkohol oder Drogen zu sich nehmen. Wie die Hindus, essen sie kein Rindfleisch.
Die Sikhs lassen Ihre Haare von Geburt an wachsen, ohne sie zu schneiden. Verborgen werden die Haare unter dem Turban. Haare sind für die Sikhs Symbol für die Kraft eines Menschen.
Frauen sind im Sikkhismus theoretisch "Gleichberechtigt" und Witwen können wieder heiraten. Die Stellung der Frau ist aber meist auf die Rolle als Hausfrau und Mutter beschränkt und sie trägt nicht die auffallenden Erkennungsattribute der Männer.
Es gibt kein Kastenwesen und jeder kann zum Glauben der Sikhs übertreten.
Der "Goldene Tempel" von Amritsar ist das spirituelle Zentrum der Sikhs.

Kriegerkaste

Um sich vor den Übergirffen der Moslems besser schützen zu können, bekam der Sikkhismus unter dem Guru Gobind Sing eine zusätzliche Dimension als Kriegerkaste. Das kriegerische Aussehen der Sikh mit Schwert und Eisenring über dem Turban (der Ring um den Turban schützt ähnlich wie ein Helm) stammen aus dieser Zeit. Als Krieger sind sie seither gefürchtet und jeder Sikh trägt den Beinahmen "Singh", der Löwe bedeutet.