Amritsar - Reise 2000/01 - http://www.IndienErlebnis.de/

Amritsar, in 38 Stunden nach Pokhara

Nach Manali und dem Kulu Valley sowie Dahramsala wäre es nicht mehr weit gewesen. Ich wollte aber meine Verabredung einhalten und mußte mich sputen.
Der gängiste Übergang für Traveller nach Nepal ist via Gorakhpur/Sonali. Ich habe mir den Grenzübergang nahe Bambasse ausgewählt, der vom Westen aus leichter zu erreichen ist.
Im Liegewagen (zweite Klasse) bin ich von 17.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens nach Barrelley (das Touristquota-Ticket war in Amritsar recht einfach zu beschafffen).
Sonnenuntergang aus dem Zug


In Barrelley war ich schon morgens um 6.00 Uhr die Attraktion, da sich hierher nur selten Fremde verirren. Zur Grenze nach Bambassa im Zug (dritter Klasse) mußte ich noch einmal in Philbhat umsteigen.
Um 11.00 Uhr in Bambassa angekommen bin ich mit der Rikshaw (ca. 6 km) zur Grenzstation. Die Grenzabwicklung auf indischer Seite war reibungslos, obwohl hier ganz wenige Ausländer entlangkommen. Zum nepalesischen Grenzposten mußte ich wieder 2 km mit der Rikshaw zurücklegen und, da ich mein Visa schon in Delhi organisiert hatte, war der Grenzübertritt ebenfalls reibungslos. Um zur nächsten Stadt zu gelangen, war die dritte Rikshawfahrt notwenig (4 km), und das Feilschen um den Preis hat wieder länger gedauert als die eigentliche Fahrt.
In Mahendranagar, um 13.45 Uhr angekommen, hat es mir nicht sonderlich gefallen und ich habe mir gleich für den nächsten Bus ein Ticket besorgt. Netterweise ist der Bus nicht ohne mich abgefahren, denn ich war 15 Minuten zu spät. Noch schnell mein erstes Dahl Bhat hineingeschlungen und noch kurz zur Toilette, kam ich pünktlich zum Bus, nur daß in Nepal eine Zeitverschiebung von 15 Minuten zur indischen Zeit herrscht, ich also schon eine Viertelstunde zu spät war.
Die Busfahrt von der Grenze nach Pokhara hat mich den Schlaf der nächsten Nacht gekostet, nach 17 Stunden im Bus, bin ich um 8.00 Uhr in Pokhara eingetroffen. Entgegen den Informationen des Reiseführers, war die Straße von Mahendranaga nach Pokhara sehr gut ausgebaut. Nur ein Teilstück (3-4 Stunden) glich mehr einem Feldweg.
Nach 38 Stunden on the road war ich ziemlich angeschlagen. Mein "Date" habe ich gerade noch eingehalten und zwei Tage später waren wir schon auf dem Treck zum Annapurna.