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Reisesicherheit - Allgemeine Tips zum Schutz gegen Diebstahl


Auf Reisen habe ich oft beobachtet, wie und warum jemand beklaut wurde. Mein Motto ist: "es gibt immer zwei" - einer der sich beklauen läßt und einer der das ausnutzt. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es leider nicht, aber wer sich des Problems bewußt ist, kann sein Risiko minimieren.

Grundregel: "Gelegenheit macht Diebe"

 
Ich will damit sagen, daß viele Leute aus Leichtsinn oder Unwissenheit sich sozusagen als "gutes Opfer" bereitstellen. Andererseits gibt es auch sehr professionelle Diebe, gegen die man sich nur schwer schützen kann. Diese Verschleudern ihre Kunst aber nicht an Hungerleider, oder Leuten bei denen anscheinend nicht viel zu holen ist.

 
Hier nun einige persönliche Tips:

  • Daß man sein ganzes Geld im Ausland nicht in der Handtasche, im Daypack oder in der Gesäßtasche herumtragen soll, wird wohl den allermeisten inzwischen bekannt sein. - Eine Geldbörse mit dem Geld, das man so für den Tag braucht und bei Verlust verschmerzen kann und nicht mehr sollte man auf diese Weise dabei haben.
  • Diebe stehlen selten ungezielt: man hat oft viel Geld dabei, aber man sollte es auf keinen Fall zeigen. Gerade beim Zahlen im Markt, am Schalter usw. wird beobachtet wo und wieviel Geld (ist der Diebstahl lohnenswert?) der Touri hat. Wenn man einen größeren Betrag ausgeben will, sollte man das Geld bis dahin separat am Körper tragen und das erste Mal beim Ausgeben herausnehmen.
  • Wer wie ein Weihnachtsbaum (z. B. mit der fetten Kamera um den Hals) herumläuft, wird auch als ein solcher behandelt. Man kann die Kamera tarnen und/oder in einer unauffälligen Tasche transportieren.
  • Ich bevorzuge "Understatement": wer nicht wie ein "lohnenswertes Opfer" aussieht, hat auch die halben Probleme
  • Groß in Mode ist auch der Handtaschen/Daypack-Klau mit dem Motorrad von hinten, das kann man durch Wachsamkeit und wenn man das Daypack auf dem Rücken trägt (nicht locker seitlich mit einem Riemen) verhindern.

Es gibt kein sicheres Versteck für Papiere und Geld, aber manche machen es den potentiellen Dieben um ein Vielfaches schwerer:
  • Brustbeutel
    - ist sehr praktisch aber immer noch relativ riskant. Wenn ich z. B. oft den Paß, Flugticket etc. herausnehmen muß (Grenze) verwende ich ihn trotzdem noch. (Größere Geldbeträge, Kreditkarten, Schecks, andere wichige Unterlagen kann ja trotzdem noch an einem besseren Platz verwahren)
  • Innerhalb der Kleidung
    - Innentaschen von Jacken sind nicht zu empfehlen
  • am meisten Sicherheit gibt mir mein Brustbeutel, den ich, am Gürtel angehängt, innerhalb der Hose trage. Vor einem direkten Zugriff und Fingerferitigkeit sind meine Wertsachen damit gut geschützt.
  • es gibt auch Konstruktionen zu kaufen, die man unter der Achsel trägt (ähnlich einem Revolverhalfter). Das wäre wohl auch der sicherste Platz, ist aber leider recht unpraktisch und unbequem, außerdem bietet es wenig Platz.
  • Japaner nähen sich oft eine Tasche in die Innenseite der Hose, in der sie dann ihre Wertsachen unterbringen. Das finde ich nicht schlecht.
  • weitere Möglichkeiten sind noch: Geldgürtel oder das Geld im Schuh verstecken, einige Leute kleben sich die Geldtasche einfach auf die Haut.
  • Im Gepäck lasse ich ungern mein Geld, nur meinen Notgroschen an einem gut versteckten Platz. Eine Kopie von Paß, Flugticket und Quittung für Reiseschecks sollte man aber auf alle Fälle im Gepäck deponieren, oder mit dem Reisepartner austauschen. Am besten, man deponiert noch eine zusätzliche Kopie daheim bei Freunden oder Familie, dann kann man sich die Papiere bei einem Totalverlust von daheim zufaxen lassen.

 
Sicherheit im Hotel:

  • Im Hotel ist oft ein Safe vorhanden, den man nutzen sollte. Falls nicht, sollte man abwägen: Ist das Zimmer sicher, oder nehme ich es lieber mit. Auf alle Fälle sollten Sie Ihre Wertsachen weder bei Tag noch bei Nacht irgendwo im Zimmer offen herumliegen lassen. Wenn sie das Zimmer verlassen, kann ich nur empfehlen das Geld an einem guten Platz zu verstecken (auch wenn man das Zimmer abschließen kann). Am besten, man ist beim Verstecken kreativ und findet es dann auch wieder. Wenn man Reiszwecken oder Klebeband dabei hat, kann man seine Wertsachen auch zum Beispiel an der Unterseite des Bettes oder von Möbeln verbergen.

Kreditkarten:

  • Kreditkarten sollte man nie aus der Hand geben, auch nicht im Hotelsafe deponieren, sonst könnte man nach dem Urlaub eine böse Überraschung erleben. Besonders in Asien habe ich viele Geschichten gehört, dass die Leute auf Trecking-Tour waren und Ihre Wertsachen im Hotel deponiert haben. Nach der Rückkehr mußten sie feststellen, dass Schmuck und andere teure Sachen mit Ihrer Karte gekauft wurden.
  • Beim Bezahlen mit Kreditkarten sollte man darauf achten, dass nur ein Beleg erstellt wird. (Karte sollte immer in Sichtweite sein)
  • Es gibt auch sogenannte Prepaid-Kreditkarten, die auf den einbezahlten Betrag limitiert sind. Bei Verlust ist also maximal das Guthaben weg.

 

Geld abheben am Automaten:

  • Das sollte auch überlegt gemacht werden, am Besten am Tag und nur bei Automaten, die direkt zu einer Bank gehören und noch besser während der Öffnungszeiten der Bank. So kann man sich bei Problemen direkt an die Bank wenden. Geldautomaten "irgendwo" können leichter manipuliert werden, z.B. werden Kopien Ihrer Karte erstellt oder die Geheimnummer mittels installierter versteckter Kameras ermittelt.
  • Wer allein und abends Geld vom Automaten abhebt ist ein gutes Ziel für Diebstahl/Überfall..


Sicherheit im Zug und Bus

  • Unterwegs mit allem Gepäck, auf Bahnhöfen und Flughäfen in Zügen und Bussen ist immer Vorsicht geboten. Hier sollte man sein Gepäck nicht aus den Augen lassen. Auch wenn man das Gepäck in Sichkontakt hat, ist es immer ratsam es z. b. mit dem Gurt irgendwo einzuhängen oder mehrere Taschen aneinanderzuhängen. Wenn man allein auf sein Gepäck aufpassen muß, sollte man besonders vorsichtig sein, wenn man abgelenkt wird. Am besten man setzt sich drauf, oder man stellt einen Fuß in eine Schlaufe.
  • Freundlichkeiten in Form von Zigaretten und Getränken sollte man nicht von jedem annehmen, sonst kann man ein böses Erwachen erleben. Man sollte aber doch Unterscheiden und nicht gleich alles abschlagen: war der freundliche Fahrgast schon da, bevor ich mich dort hingesetzt habe, oder hat er sich gezielt zu mir gesetzt, wie und warum bin ich mit ihm ins Gespräch gekommen. Ich möchte hier keine Paranoia schüren, aber man sollte doch immer im Hinterkopf haben, daß Freundlichkeit nicht immer freundlich gemeint ist.
    Besonders in Asien ist es unter Dieben sehr beliebt, Reisende mit Zusätzen in Getränken und Zigaretten "einzuschläfern".
  • Sein Geld sollte man bei langen Fahrten (über Nacht) auf alle Fälle direkt am Körper tragen und den Photoapparat eng umschlungen.
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