Allgemeine Reisetipps für Globetrotter:

Hier habe ich meine Reisetipps aus 25 Jahren Rucksackreisen zusammengestellt. Da es für jedes Land Besonderheiten gibt, finden Sie hier nur die allgemein gültigen Ratschläge. (Reisetipps für Indien)

1) E-Mail:


Die Zeiten des "postlagerns" sind nun schon Geschichte ..... es lebe das E-Mail.

Legen Sie sich bei einem Freemail-Anbieter eine Urlaubs-E-Mail-Adresse zu, so können Sie fast überall auf der Welt mit ihren Freunden und Bekannten in Kontakt bleiben. Vor der Abreise können Sie dort Ihr Adressbuch hinterlegen und bequem von Internet-Cafes in aller Welt Nachrichten schicken und empfangen.

Auch hier schreitet die Entwicklung voran. In Bar's und Hotels wird immer häufiger kostenloses WLAN (Wifi) angeboten, so dass die Internet-Cafes immer weniger werden. Immer mehr Traveller sind mit einem eigenem Notebook unterwegs.

Früher gab es nur "Postlagernd": man kann sich Briefe und Päckchen postlagernd an Postzentralen/Botschaften/Hotels senden lassen. Wichtig ist dabei, dass erstens Ihr Familienname deutlich erkennbar ist (wird sonst unter dem Anfangsbuchstaben des Vornamens abgelegt) und zweitens, daß der Zeitpunkt ungefähr paßt. Es kann passieren, das postlagernde Sendungen nach 6 Wochen ohne Abholung an den Absender zurückgesandt werden.

2) Internet

Bei den meisten Freemail-Anbietern können Sie Ihre eingescannten Reisepapiere (Paß,Traveller-Schecks-Quittung, Flugticket, als Fotos oder pdf in einen Ordner hinterlegen und haben dann von überall auf der Welt (passwortgeschützt) Zugriff. Da es keinen SSL-Zugang gibt, ist dieses Verfahren leider nur bedingt sicher.
Es ist außerdem bei vielen kostenfreien Anbietern möglich (z.B. Google Picasa), seine Fotos usw. zu speichern und einem gezielten Freundeskreis zugänglich zu machen oder seine Urlaubsbilder als Postkarte zu versenden.

- altbewährt: Kopien aller wichtigen Dokumente bei Freunden / Familie hinterlegen. Im Fall der Fälle können diese dann von daheim direkt an die Botschaft gefaxt werden.

Hotelsuche im Internet:
Bequem und stressfrei ist es, wenn man seine erste Nacht schon im voraus gebucht hat. Früher konnte man nur teure Unterkünfte im Internet vorausbuchen, inzwischen geht das auch für preisgünstige Unterkünfte. Das geht schnell und praktisch (und bis zu nur einem Tag im voraus) über verschiedene Anbieter. Für Asien hat Agoda ein umfangreiches Angebot.



3) Hotelsuche Hotelsuche im Internet:
Bequem und stressfrei ist es, wenn man seine erste Nacht schon im voraus gebucht hat. Früher konnte man nur teure Unterkünfte im Internet vorausbuchen, inzwischen geht das auch für preisgünstige Unterkünfte. Das geht schnell und praktisch (und bis zu nur einem Tag im voraus) über verschiedene Anbieter. Für Asien hat Agoda ein umfangreiches Angebot.



4) Auslandskranken-versicherung Die einzig notwendige Versicherung für den Urlaub. Unter - Auslandskrankenversicherung - habe ich einen Preisvergleich der mir bekannten Versicherungsanbieter zusammengestellt. Für den Zeitraum im Ausland brauchen Sie daheim keine Krankenversicherung.
5) Papierkram

a) für Visum etc. werden oft Lichtbilder benötigt, wer schon ein paar von daheim mitbringt, kann sich einige Lauferei vor Ort sparen.

b) wer sich ein Auto im Ausland mieten will, sollte sich vorsichtshalber einen internationalen Führerschein - gegen Vorlage des Führerscheins bei der Kfz-Zulassungsstelle erhältlich - mitnehmen. (der internationale Führerschein gilt aber nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein)

c) Der Paß - sollte noch mindestens 6 Monate (besser länger) gültig sein. Man sollte auch noch je eine Kopie im Rucksack und daheim aufbewahren. (Um sie sich im Notfall von daheim zufaxen lassen zu können). Alternativ können Sie auch noch, die eingescannte Kopie im Internet speichern (siehe oben unter Internet).

d) Geld - je nach Reiseland gibt es da beträchtliche Unterschiede.
Ich nehme inzwischen sowohl meine Kreditkarte, meine EC-Karte als auch 50 % der Reisekosten als Reiseschecks mit, und nur wenig Bargeld für die ersten Tage.

c) Adressen - praktisch und bewährt hat sich bei langen Reisen ein Adressbuch sortiert nach Geburtsdatum, dann kann man alle zum Geburtstag mit einer Karte beglücken und vergißt keinen.

d) Visum - Wenn Sie Ihre Reise schon genau geplant haben, können Sie bereits von zu Hause Ihre Visa beantragen. Achten Sie aber dabei auf ein "multiple Entry-Visa", wenn Sie mehrfach ein, bzw. Ausreisen wollen. Falls Sie mehrere Visa beantragen wollen, sollten Sie bedenken, daß man für ein einziges Visa oft mehrere Wochen bis Monate veranschlagen muß. Beim - Auswärtigen Amt - kann man Informationen für fast alle Reiseländer einholen.

e) Flugtickets - Billige Flugtickets können ab und zu sehr schnell teuer werden, wenn man versucht, umzubuchen. Man sollte das beim Kauf bedenken und sich informieren, ob, und zu welchen Konditionen man das Reiseziel/Reisetag/Verlängerung der Gültigkeit des Tickets ändern kann. Viel Zeit und zurückzulegende Kilometer kann man mit sogenannten Gabelflügen sparen, dann muß man nicht zum Ausgangspunkt zurück, den man eh schon gesehen hat.

f) Reiseführer - kann man alle von daheim mitnehmen, einfacher ist es aber, sich vor Ort im second-hand-bookshop das Buch für das nächste Reiseziel zu besorgen. Ich habe auch viele Globetrotter getroffen, die gar keinen Reiseführer verwenden, sondern sich den Spaß machen, alle Leute über ihre Empfehlungen auszuquetschen und dann nur anhand ihrer Notizen zu reisen.

g) Falls Sie einen Studentenausweis besitzen kann man diesen oft für Vergünstigungen gebrauchen, oft reicht auch etwas ähnlich Aussehendes aus, um sich einen Internationalen Studentenausweis noch im Ausland zu besorgen.

6) Rucksack für Globetrotter gibt es da wenig Alternativen. Der Rucksack sollte aber gut zu tragen sein, nicht zu groß (sonst schleppt man zuviel unsinniges Zeug mit) und nicht zu klein sein. Für Leute, die gerne mal in ein etwas besseres Hotel ziehen wollen gibt es auch Rucksäcke, die man fürs Einchecken als Koffer tarnen kann. Ein Daypack, also ein kleiner Rucksack in dem man die Kamera, Verpflegung, Bücher usw. mitschleppen kann, ist zu empfehlen.
7) Kleidung Das hängt natürlich davon ab, wohin man fährt und was man dort machen will. Auf alle Fälle gehört ein warmes Set dazu und wenn man es vielleicht nur für die frostige Aircondition im Flugzeug bracht. Ganz begeistert bin ich von der Synthetik-Sportbekleidung, die sehr leicht ist, schnell gewaschen und vor allem schnell trocknet.

8) kleine nützliche Dinge

a) Kompaß - ob in den Suks von Kairo oder bei Wanderungen in der Wildnis kann ein kleiner Kompaß oft wertvoller Helfer sein.
b) Taschenlampe- ob bei unbeleuchteten Wegen in der Nacht oder Stromausfall immer gut zur Hand zu haben..
c) Moskitonetz - gerade in billigen Unterkünften gibt es oft keine Moskitonetze. Ich verwende ein Nylon-Moskitonetz (leichter und nicht feuchtigkeitsempfindlich) mit Vierpunktaufhängung, das man mit "Pins" oder Schnüren immer irgendwie anbringen kann.
d) Schlafsack - es gibt viele Gelegenheiten, wo die Mitnahme eines Schlafsackes zu empfehlen ist. Ob für die Hängematte am Strand oder für die kühlen Nächte in einem Roof-top-Hotel. Als sehr nützlich hat sich mein Jugendherbergs-Schlafsack (Jugendherbergsausrüstung) erwiesen.
e) Apotheke
eine kleine Grundausstattung ist auf alle Fälle mitzunehmen: (entspricht auch meinen Empfehlungen für Indien)
- Malaria-Prophylaxe oder/und Standby Malariamittel (Lariam) im Falle einer evtl. Malariaerkrankung
- Breitbandantibiotika, falls kein vertrauenswürdiger Doktor greifbar ist
- Imodium (=Lopedium) + Kohlekompretten gegen Durchfall
- Elektrolyte - gibt es als Pulver und ist wichtig bei Durchfällen (Erhaltung der Mineralien, die bei Durchfällen verloren gehen)
- Fenistil gegen Allergien und Sonnenbrand
- Aspirin für Kopfschmerzen und leichte Grippe
- Paracetamol für Grippe, Fieber und Gliederschmerzen
- und evtl. Penizillin für div. Entzündungen und Tripper
- Sonnencreme ist im Ausland oft teurer als daheim
- "die Pille" und/oder Kondome
- Sprühverband für Schürfwunden und Verbandsmaterial
- Einwegspritzen und Kanülen - falls Sie in die sog. Dritte Welt reisen wollen..
f) Reisetagebuch
Ein Reisetagebuch ist eine schöne Erinnerung für später und wertvoller Helfer für Diavorträge. Wer es nicht mit der Schreiberei hat, dem empfehle ich trotzdem ein kleines Büchlein mitzunehmen um die vielen Adressen von neuen Freunden und Reisebekanntschaften aufzuschreiben und wenigstens chronologisch die Sehenswürdigkeiten aufzuschreiben. Wenn man nach langer Zeit daheim ist, weiß man oft nicht mehr, wie der Tempel auf dem zehnten Film geheißen hat, den man noch vor 8 Monaten so bewundert hat. Wenn man auch noch die Hotels und Preise notiert, kann man oft anderen Travellern seine Hotelempfehlung geben.

9) Reiseplanung Wer länger fahren will und dazu noch verschiedene Kontinente sehen will, muß sich unweigerlich mit den jeweiligen Wetterverhältnissen befassen und sollte seine Reiseplanung nach den guten Reisezeiten richten. Welchem Touri würden Sie empfehlen, im November nach Deutschland zu reisen ?
10) Telefon Reisen ohne Telefon finde ich immer noch am Besten, sonst wird man von "Daheim" nie ganz frei. Es ist allerdings auch ganz praktisch, sich mit Reisefreunden, die man unterwegs kennengelernt hat, zu verarbreden. Falls Sie nur in einem Land unterwegs sind, bieten sich hier regionale prepaid-Karten an, das senkt die Kosten und man zahlt nicht für teure Anrufe von daheim.
11) Souvenirs Sobald man länger unterwegs ist, sammeln sich die kleinen Andenken. Es gibt Orte, an denen das Heimsenden günstig und unproblematisch (Paketservice) ist und welche die es eben nicht sind. Vorher planen spart Zeit, Geld und Nerven.
12) Zahlungsmittel

Welche Zahlungsmittel und wievel davon kann man nicht pauschal beantworten, das ist abhängig vom Reiseland/Kontinent. Normalerweise nehme ich sowohl meine Visa-Card, meine EC-Karte, etwas Bares und das meiste in Traveller-Schecks mit.

Bargeld:

ist praktisch und billig aber teuer bei Verlust. Ich nehme nur soviel mit, wie ich bei Verlust auch verkraften kann.

Traveller-Schecks:

Sind etwas umständlich aber relativ sicher und in den meisten Ländern immer noch meine erste Wahl.
Gebühr: 1 % bei Kauf der TC (beim Einwechseln erhält man oft einen besseren Kurs als für Bares).
Ich bevorzuge American Express Reiseschecks, die zweite Wahl ist Thomas Cook für mich.


EC-Karte
ist in Europa sehr praktisch aber etwas teurer als Traveller-Schecks. Auch im außereuropäischen Ausland wird die Bargeldbeschaffung mit EC-Karte, je nach Reiseland, zunehmend interessant. Infos: EC-Karte im Ausland

Kreditkarten:
Flüge, Züge, Busse und Hotels im Internet buchen wird immer beliebter und dazu ist meist eine Kreditkarte erforderlich.
Für modernes Reisen ist also eine Kreditkarte schon fast unentbehrlich.
Falls Sie keine Kreditkarte haben, oder das Risiko minimieren wollen, gibt es inzwischen sogenannte Prepaid-Kreditkarten, also auf Guthabenbasis. Man kann sich auch eine als Zweitkarte ausstellen lassen.

Wenn man in Hotels oder Shops mit einer Kreditkarte bezahlen kann ist das sogar am günsigsten (man spart die Provision für das Einlösen der Schecks und hat meist einen guten Wechselkurs)

Für die Bargeld-Besorgung sind sie aber immer noch zu teuer.
Erkundigt Euch bei Eurer Bank über die Kosten für Barabhebung - meist 3 %, mindestens 10,-- €

Auf meiner letzten Reise war ich auch in Vietnam und dort konnte man mit EC oder Kreditkarte maximal 80,-- EUR auf einmal abheben. Bei 10 € Gebühren wäre das eine Provision von 12,5 %. Auch mit der EC-Karte wäre das teuer gekommen, zumal eine Provision an die lokale Bank und die Bank daheim fällig geworden wäre. ... da war ich froh, noch reichlich Traveller-Schecks mitgebracht zu haben.

Mein Tipp:
Sehr gut finde ich das das Angebot der DKB-Bank. Verzinstes Guthaben bei VISA + Barabhebung weltweit kostenlos (solange Guthaben) am Automaten. -
Bei einer Reise druch Mittel- und Südamerika habe ich ein solches Angebot schon einmal genutzt und war begeistert, z.B. am Sonntag Nachmittag in La Paz noch mal schnell zum Automaten zu gehen, und ohne Streß und Kosten Geld abzuheben.


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PS: Zwei der schönsten Dinge für mich am Reisen ist das genußvolle, ausgiebige Verabschieden und genauso das Heimkommen.
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